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Warum Signalverluste, warum jetzt?

Seit den ersten CATV-Systemen gelten Störeinstrahlungen (Ingress) als die größte Schwachstelle, die sich mit der Einführung der bidirektionalen Dienste, also der Übertragung auf dem Vor- und Rückkanal, noch verschärft hat. Trotz jahrzehntelanger Innovationen hat man leider noch kein Patentrezept zur Lösung dieses Problems gefunden.

Warum stellen Störeinstrahlungen überhaupt eine so große Herausforderung dar?

  • Störeinstrahlungen im Upstream wirken kumulativ (Trichtereffekt) – Viele kleine Störquellen ergeben wie die zahlreichen kleinen Äste einer typischen Baumarchitektur einen starken Störstrom (Stamm), der viel größere Auswirkungen hat. Bereits ein einziger Defekt in der Abschirmung, der sich in Nähe einer Störquelle befindet, kann dazu führen, dass die Dienste eines ganzen Knotens ausfallen. Auch ist es unmöglich, aus der Ferne herauszufinden, an welcher Stelle spezifische Upstream-Störeinstrahlungen in das Kabelnetz eindringen.
  • Störeinstrahlungen treten häufig sporadisch auf – Nichts ist frustrierender, als wenn man stundenlang nach einer Störquelle sucht, die dann plötzlich verschwindet. Der Techniker weiß also nicht, ob er eine große Schwachstelle in der Abschirmung behoben hat oder ob die Störeinstrahlungen von allein aufgehört haben, weil beispielsweise die Straßenlampen ausgeschaltet wurden oder ein Nachbar sein Laufband-Training beendet hat. Jedes Mal, wenn die Störquelle wieder eingeschaltet wird, geht die verzweifelte Suche nach der Eindringstelle erneut los – bis sie wieder verschwindet.

Erfahrene Techniker nutzen recht effiziente Ausschlussverfahren, um die Störquellen zu finden und zu beheben. Aber diese verbreiteten Vorgehensweisen führen möglicherweise zu einer genauso großen Unzufriedenheit des Kunden und lassen ihn ebenso zu einem anderen Anbieter wechseln wie die Störeinstrahlungen selbst. Mit dem Öffnen von Verstärkergehäusen zum Testen wird zudem massiven Störeinstrahlungen Tür und Tor geöffnet und wenn man Dämpfungsglieder entfernt (Ja, auch das kommt vor, nicht wahr?), kann der Dienst für das gesamte Kabelsegment ausfallen. Manchmal ist die Medizin eben schlimmer als die Krankheit! Vielleicht ist an der Zeit, dieses Problem aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten.

Warum Signalverluste?

Kabelnetzbetreiber haben keine Kontrolle über die externen Störquellen, die ihre Dienste beeinträchtigen. Aber sie haben die Kontrolle über die Schwachstellen in der Abschirmung, durch die Störeinstrahlung eindringt. Genau hier brillieren Verfahren zum Auffinden von Signalverlusten: Sie erlauben, diese Problemstellen schnell und effizient zu lokalisieren, ohne das System selbst in irgendeiner Weise in Mitleidenschaft zu ziehen.

  • Präzise Lokalisierung von Schwachstellen: kein Trichtereffekt!
  • Zeitunabhängiges Auffinden von Defekten in der Abschirmung: keine Abhängigkeit von sporadisch aktiven Störquellen!
  • Keine Beeinträchtigung der Dienste während der Fehlerbehebung: nicht invasive Lokalisierung!

Aller Anfang ist … einfach!

Der Einstieg in diese Lösung ist denkbar einfach und besteht darin, den Wartungstechniker mit einem Leckmessgerät auszustatten, um Schwachstellen in der Abschirmung, durch die OFDM-Signale aus dem Netz abgestrahlt werden, präzise zu erkennen.

Jetzt können Sie:

  • in Verbindung mit einem Signalmarkierer (Leakage Tagger) selbst kleinere Lecks im gesamten Frequenzspektrum erkennen..
  • die Servicefahrzeuge mit entsprechenden Halterungen ausstatten, damit die Techniker bereits auf der Fahrt zu den Einsatzorten nach Leckstellen suchen können.
  • einen zentralen Sammelserver einrichten, der es erlaubt, die erfassten Daten zu analysieren und zu priorisieren, sodass die wichtigsten Leckstellen im Kabelnetz zuerst behoben werden.
  • diese zentralen Leckagedaten mit den Daten, die im Rahmen der proaktiven Netzwerkwartung (PNM), der Analyse der Erlebnisqualität (QoE) und der Rückkanalüberwachung erfasst wurden, zusammenführen. So erhalten Sie einen lückenlosen Überblick über die Integrität Ihres Kabelnetzes, auf dessen Grundlage Sie die Wartungsarbeiten optimieren und die Investitionsrendite maximieren können.

Kabelnetze ohne Signalverluste sind einfach leistungsstärker. Auch wenn nicht jedes behobene Leck sofort den Signal-Rauschabstand (SNR) verbessert oder die Anzahl der Codewort-Fehler verringert, werden die Langzeitvorteile sowohl im Betriebsergebnis als auch an der Zufriedenheit Ihrer Kunden zu spüren sein.

 

Erfahren Sie mehr über Leckmessungen mit VIAVI

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